Thema des Monats / Sonderthema gungen, klare Regeln, einfachere Abläufe, eine bessere Ausrüstung auf der Höhe der Zeit. Und der unterstützende Einsatz ehrenamtlicher Kräfte bedarf der regel- mäßigen Übung. Auch deshalb wollen wir endlich bundesweit eine wirkliche Helfer- gleichstellung! Eine solche Gleichstellung aller Helfenden und auch eine bessere Vergütung im Rahmen der Freiwilligen- dienste sollten den Dank an ehrenamtli- chen Einsatz unterstreichen. Die veränderte internationale Lage, vor allem durch die Zunahme bewaffneter Konflikte, zeigt sich auch in der erschreckend hohen Zahl von rund 300 Millionen Menschen, die weltweit dringend auf humanitäre Hilfe an- gewiesen sind. Dass im Bundeshaushalt die Mittel für humanitäre Hilfe auf eine Milliarde Euro halbiert wurden, ist daher kurzsichtig und falsch – und steht im Gegensatz zum Koalitionsvertrag, in dem die Stärkung der humanitären Hilfe vereinbart wurde. Als Deutsches Rotes Kreuz bleiben wir daher eine starke Stimme für die Men- schen, die in unserem Land oder weltweit unsere Hilfe brauchen und nur allzu oft nicht genug Gehör finden. Ich danke Ihnen allen für Ihren Einsatz in diesem Sinne und freue mich auf das zu- künftige Miteinander mit Ihnen! Ihr Hermann Gröhe Die 74. Bundesversammlung des DRK wählte im November 2025 das aktuelle Präsidium: 1. Reihe v. l.: Prof. Dr. Bernd W. Böttiger (Bundes- arzt), Dr. Dieter Weingärtner (Bundeskonventions- beauftragter), Ulrike Würth (DRK-Vizepräsidentin), Hermann Gröhe (DRK-Präsident), Jürgen Christmann (DRK-Vizepräsident), Annette Strauß (Bundesleiterin Wohlfahrts- und Sozialarbeit), Generaloberin Edith Dürr (Präsidentin des Verbandes der Schwestern- schaften vom DRK). 2. Reihe v. r.: Hans Hartmann (Vorsitzender des DRK- Präsidialrats), Marcel Bösel (Bundesleiter Jugendrot- kreuz), Martin Bullermann (Bundesbereitschaftsleiter), Dr. Norbert C. Emmerich (Bundesschatzmeister), Andreas Paatz (Bundesleiter Wasserwacht), Prof. Dr. Volker Lischke (Vertreter Bergwacht), Dr. Johannes Backus (Generalstabsarzt und Beauf- tragter für Zivil-Militärische Zusammenarbeit) K R D / r e h ö K p p l i l i h P : o t o F K R D / z t l o H - g n i l l i W : o t o F DRK-Bundesvorhaltung Ein Beitrag zur Stärkung des Bevölkerungsschutzes Die Bundesvorhaltung (BuVo) ist die materielle Reserve des DRK-Bundes- verbandes. Sie kommt vor allem in nationalen Bevölkerungsschutzlagen zur Verstärkung und Unterstützung des Gesamtverbandes zum Einsatz. Ihr Vorläufer war der DRK-Hilfszug, der von 1952 bis 2010 als überregiona- le Einheit des DRK auf nationaler und internationaler Ebene Hilfe leistete. Die BuVo sichert eine schnelle, bedarfs- gerechte Versorgung der menschlichen Grundbedürfnisse. Dafür hält sie Hunderte Tonnen Material, zahlreiche Container und über 120 Fahrzeuge bereit. Der Fokus liegt auf den Modulen Mobilität und Logistik, Medizin und Pflege, Führung und Koor- dination, Energie und Elektro, Information und Kommunikation sowie Wasser und Abwasser. Hinzu kommen Querschnitts- aufgaben wie Betreuung, Unterkunft und Versorgung. Den Kern der BuVo bilden die Spezialressourcen. Zelte aus der Bundesvorhaltung des DRK kamen beim JRK-Supercamp 2025 zum Einsatz Zentrale und dezentrale Lagerung Der neue Bevölkerungsschutz-HUB Luckenwalde dient als zentrale Logistik-, Ausbildungs- und Einsatzunterstützungs- basis. Die weiträumigen Lagerflächen bie- ten Platz für die umfangreiche Material- vorhaltung. Zukünftig werden in dem HUB auch Schulungen, Unterweisungen, Qua- lifikationen sowie Aus- und Fortbildungen von Einsatzkräften aus dem Gesamtver- band stattfinden. Zudem kann der Einsatz der BuVo in komplexen Lagen von hier aus vorbereitet und gesteuert werden. Neben dieser zentralen Basis sorgen die zusätzlichen dezentralen Vorhaltungen bei verschiedenen Landesverbänden dafür, dass eine Vielzahl an Einsatzkräften mit dem Material und dessen Umgang ver- traut sind. Durch die räumliche Verteilung wird auch eine schnellere bundesweite Verfügbarkeit ermöglicht. Kontakt: Reinhold Erdt, r.erdt@drk.de Fach- und Führungskräfteinformation für Ehren- und Hauptamt Fach- und Führungskräfteinformation für Ehren- und Hauptamt