Thema des Monats Das DRK auf der Interschutz 2026 Bevölkerungsschutz braucht Vorbereitung Am DRK-Stand (v. l.): DRK-Generalsekretär Christian Reuter, DRK-Präsident Hermann Gröhe, Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, der Präsident des Deutschen Feuer- wehrverbandes Karl-Heinz Banse (2. Reihe), die niedersächsische Innenministerin Daniela Behrens und BBK-Präsidentin Grit Tüngler K R D / z t l o H - g n i l l i W : o t o F K R D / z t l o H - g n i l l i W : o t o F Auf der Interschutz 2026 in Hannover hat das Deutsche Rote Kreuz unter dem Motto „Das DRK – auf allen Ebenen krisenfest“ gezeigt, was moderner Bevölkerungsschutz heute leisten muss. In drei Hallen gab das DRK einen Ein- blick in sein Gesamthilfepotenzial. Der Messeauftritt mach- te deutlich: Hilfe im Krisenfall beginnt nicht erst, wenn eine Lage eintritt. Sie braucht Vorbereitung, verlässliche Struk- turen und Menschen, die Verantwortung übernehmen. Mehr als 470.000 Menschen engagieren sich in den Gemein- schaften des DRK. Sie retten, versorgen, betreuen und unter- stützen dort, wo Hilfe gebraucht wird. Auf der Interschutz zeigten vor allem die Einsatzgemeinschaften, also die Bereitschaften der DRK-Wasser- und -Bergwacht, dass ein krisenfester Bevölke- rungsschutz ohne dieses Engagement nicht denkbar ist. „Ehren- amt braucht allerdings professionelle Rahmenbedingungen: gute Ausbildung, moderne Ausstattung, klare Einsatzstrukturen und eine enge Zusammenarbeit mit Behörden und Hilfsorganisatio- nen“, so DRK-Präsident Herrmann Gröhe. Bevölkerungsschutz zukunftsfähig gestalten „Krisen und Katastrophen sind keine seltenen Ausnahmefälle mehr“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. „Extreme Wetterereignisse, internationale Konflikte, gesundheitliche Krisen oder komplexe Schadenslagen stellen Staat, Hilfsorganisationen und Gesellschaft vor wachsende Herausforderungen. Bevölke- Besuch im OP-Zelt des Feldkrankenhauses: Delegierte des DRK berichten DRK-Generalsekretär Christian Reuter und DRK-Präsident Hermann Gröhe von ih- ren Einsatzerfahrungen und stellen die Ausstattung des mobilen Krankenhauses vor rungsschutz muss deshalb langfristig gedacht, dauerhaft ge- stärkt und auf allen Ebenen weiterentwickelt werden.“ Auf der Interschutz veranschaulichte das DRK, wie sich einige dieser He- rausforderungen schultern lassen. Vorsorge, Selbstschutz, Erste Hilfe Ein weiterer Schwerpunkt war die gesundheitliche und pflegeri- sche Versorgung in Krisenlagen. Bevölkerungsschutz bedeutet nicht nur akute Gefahrenabwehr. Er muss auch sicherstellen, dass besonders unterstützungsbedürftige Menschen verlässlich versorgt werden – etwa ältere Menschen, Pflegebedürftige oder chronisch Erkrankte. Das DRK setzt dabei auf Vorsorge, Selbst- schutz, Erste Hilfe und mobile Versorgungslösungen. Vorhaltungen und Logistik Deutlich wurde auch: Wer in der Krise schnell handeln will, muss vorher planen. Material, Unterkünfte, medizinische Ausstattung, Transport, Kommunikation und Nachschub müssen verfügbar Fach- und Führungskräfteinformation für Ehren- und Hauptamt